Trauerweide richtig schneiden » so geht es

Trauerweiden haben in vielen deutschen Gärten ihren Stammplatz. Der große Vorteil dieser Pflanzenart liegt darin, dass sie extrem unempfindlich beim Schneiden ist. Wenn man es drastisch ausdrücken möchte: Eine Trauerweide richtig schneiden, das gelingt jedem Gartenfreund ohne große Probleme.

Man kann einfach drauf los schneiden, die Trauerweide quasi niedersäbeln und richtet an ihr dennoch keinen Schaden an. Optimal also für all jene Gartenfreunde, die nicht so viel Geduld für die Pflege ihrer Pflanzen mitbringen, denn die Trauerweide ist wirklich sehr schnittverträglich.

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Wissenswertes über die Bäume

Ihren Namen verdankt die Trauerweide ihrem Aussehen. Die Äste hängen in einer Art herunter, dass der außenstehende Betrachter glauben könnte, die Weide sei sehr traurig.

Die Äste reichen fast auf den Boden. Aus diesen wurden früher einmal Körbe geflochten. Diese nannte man dann Weidenkörbe. Heute macht sich kaum noch jemand die Mühe, diese Körbe selber zu flechten, denn man kann einen Weidenkorb einfach und günstig kaufen.

Die Trauerweide ist eine Baumart, die sehr große werden kann. Zu groß für viele Gärten. Sie kann eine Größe von 30 Metern erreichen, was in stark besiedelten Gegenden zu einem massiven Problem werden kann.

Die Besitzer dieser Bäume müssen sich damit abfinden, dass die Trauerweide auch jede Menge Laub absondert. Selbst ein radikaler Schnitt hilft dabei nur wenig – die Trauerweide wächst sehr schnell nach und bildet jedes Jahr wieder eine große Menge an Neutrieben.

Der richtige Schnitt der Trauerweiden

Wählen Sie als Zeitpunkt für den Schnitt den Frühling. Besonders gut gelingt es an einem Tag ohne Regen und wenig Sonne. Ist ein Radikalschnitt notwendig, machen Sie diesen im Herbst. Dabei schneiden Sie den Baum komplett zurück. Keine Sorge – er treibt sicher im kommenden Frühjahr wieder aus.

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Richtig können Sie diese manchmal nur schneiden, wenn Sie dafür einen Hubsteiger verwenden, den Sie mieten können. Die viele Meter langen Ruten sollten Sie nacheinander absägen. Wenn Sie gleich einen großen Riesen-Puschel absägen wollen, kann es passieren, dass Sie Schäden im Garten anrichten. Nehmen Sie aus diesem Grund besser davon Abstand.

Schneiden Sie einfach immer von außen nach innen, indem Sie bei den untersten Trieben am Baum anfangen. Entfernen Sie dürre und kranke Äste unbedingt vollständig.

Idealerweise kürzen Sie alle Äste Ihrer Trauerweide in der Länge um gut zwei Drittel. Das bringt sie gut in Form. Dabei ist es hilfreich, die Schere immer über einem schlafenden Auge der Trauerweide anzusetzen. Das hat zur Folge, dass die Pflanze dann gleichmäßig und rasch austreibt.

Die abgeschnittenen Teile sollten Sie möglichst gleich entsorgen, weil sie sich leicht in Zäunen oder Sichtschutzwänden verhaken können. Je mehr Äste sich verhaken, desto schwieriger ist die Entsorgung. Kleine Reste legen Sie auf Ihren Komposthaufen, die großen Teile müssen in den Häcksler oder zur Entsorgungsstelle Ihrer Stadt.

Haben Sie dann alle Langtriebe beseitigt, ist es ratsam, die Stümpfe mit einer Kettensäge einzukürzen. Wer nicht selbst Hand anlegen will, kann zum Schnitt der Trauerweide einen Profi beauftragen.

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